blaue-lagune19.jpg

Island und die Isländer

Blaue Lagune Island
www.blaue-lagune-island.de
 
 
Islands Bevölkerung
 
Island hat ca. 300.000 Einwohner. Die bekanntesten Isländer sind sicherlich die Sängerin Björk, die heute in London lebt und Halldor Kiljan Laxness, der 1953 den Weltfriedenspreis und 1955 den Nobelpreis für Literatur erhielt.
 
Die Isländer sind überwiegend Nachkommen von Norwegern und Kelten. Der skandinavische Einfluss überwiegt. Er ist jedoch nicht so eindeutig wie in Norwegen oder Schweden, da es eben auch einige Einwanderer von den britischen Inseln gab.
 
Die Bevölkerung ist zu 85,5% evangelisch-lutherischen Glaubens. Nur knapp 2% der Isländer sind Katholiken. Die Amtssprache ist Isländisch (Íslenska). Es gibt keine Dialekte. Isländisch ist am ehesten verwandt mit der Sprache der Färöer, der kleinsten germanischen Sprache. Es ist weiterhin verwandt mit dem Norwegischen, Schwedischen und Dänischen.
 
Als die Nordmänner oder Wikinger aus Norwegen ab 874 n. Chr. Island besiedelten, sprachen die Einwanderer Altnordisch. Aufgrund der Isolation Islands ist das heutige Isländisch noch sehr verwandt mit dem Alt-Isländisch. In Gegensatz zu den anderen skandinavischen Sprachen unterlag das Isländische kaum anderen Spracheinflüssen. Selbst heute noch legen die Isländer wert darauf möglichst wenig Fremdwörter einzuführen. Vielmehr wird versucht, die Innovation zu umschreiben. "Batterie" heißt auf Isländisch z.B. "rafgeymir", was übersetzt "Bernsteinbehälter" bedeutet.
 
Die Bevölkerung ist trotzdem sehr international orientiert und gut ausgebildet in Fremdsprachen. Die meist verbreiteten Fremdsprachen sind Englisch und Dänisch, vereinzelt auch Deutsch. Der Lebensstandard auf Island ist hoch (Island belegt beim Human Development Index 2006 der UNO den 2. Rang, vor z.B. Deutschland auf Rang 21).
 
Die Gesundheitsvorsorge ist hervorragend und die Umwelt sauber, so dass die Lebenserwartung ebenfalls höher als in Deutschland liegt. In Island werden Männer im Schnitt 77 Jahre, Frauen sogar 81 Jahre. Der Isländer hat bei der Geburt eine Lebenserwartung von 80,9 Jahren und damit die höchste weltweit, nach Japan und China.
 
Die Bevölkerung Islands nimmt jährlich um 1% zu, was für europäische Verhältnisse außerordentlich viel ist. Dies liegt insbesondere an der traditionell familienfreundlichen Politik. Es gibt z.B. sowohl für Mütter als auch Väter flexible Möglichkeiten von Arbeitszeitmodellen und staatlichen Förderungen.
 
Die Verstädterung ist mit 92% mittlerweile allerdings recht hoch, was auch daran liegt, dass alleine fast 2/3 der Bevölkerung (ca. 190.000 Menschen) im Großraum Reykjavik leben. Diese Entwicklung ist erst nach dem Zweiten Weltkrieg eingetreten, denn damals lebten noch 80% der Menschen auf dem Land. Besonders die besseren Beschäftigungsmöglichkeiten des Großraums Reykjavik und der Rückgang von Landwirtschaft und Fischerei haben hierzu geführt.
 
Island ist mit 3 Einwohnern je qkm, neben Kanada und nach Namibia und der Mongolei (mit je 2 Einwohner/ qkm) das am dünnsten besiedelte Land der Erde.