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Reisen nach Reykjavik, dem Geysir und dem Gullfoss

Blaue Lagune Island
 
Islands Südwesten
 
Reykjavik: Die nördlichste Hauptstadt der Welt, Reykjavik ist auf jeden Fall eine Reise wert. Sie ist klimatisch wesentlich angenehmer, als man zunächst vermuten möchte. Durch den Einfluss des Golfstroms zeigt das Thermometer im Sommer oft deutlich über 20 °C. Zur Zeit des Midsommers ist die Innenstadt gut flequentiert und die Menschen sitzen in den Restaurants und Straßencafés. Dann kommt fast schon südländisches Flair auf. Das Wahrzeichen die Hallgrimkirkja (Hallgrimkirche).
 
 
domkirche reykjavik
Die Domkirche in Reykjavik (c)
 
Sie fasst 1200 Sitzplätze und damit das größte Gotteshaus Islands.  Vor der Kirche steht die Statue von Leif Eriksson dem Entdecker Amerikas. Das Monument ist ein Geschenk der USA. Ebenfalls sollte man Perlan, die Glasskuppel mit Aussichtsplattform und Luxusrestaurant gesehen haben. Reizvoll ist auch das Nationalmuseum, dass einen guten Überblick über Islands Geschichte liefert. Einen Spaziergang um den Stadtsee, den Tjörnin sollte man auch machen.
 
Auch im Winter bietet die Stadt ihre Reize, besonders im kulturellen Bereich. Reykjavik vorgelagert ist die Insel Viðey, die mit der Fähre erreicht werden kann und die als Wandergebiet genutzt wird. Aus der Insel befindet sich ein Gutshaus, dass von der Stadt Reykjavik u.a. für Konferenzen betrieben wird. 
 
Golden Circle: Als Golden Circle (Goldener Kreis) wird das im Südwesten gelegene, kartografisch kreisförmig angeordnete Sehenswürdigkeitengebiet mit Großem Geysir, Gullfoss und Thingvellir bezeichnet. Diese drei Highlights sind natürlich Pflicht für jeden Islandbesucher.
 
geysir strokkur
Der "kleine" Bruder vom Grossen Geysir,
der Strokkur bei einer Eruption (c)
 
Der Große Geysir gab allen Springquellen der Welt den Namen. Er war zwischenzeitlich nicht mehr aktiv und bricht heute zwar wieder aus, aber selten. Aktiver ist dagegen sein kleiner Bruder, der Strokkur, der etwa alle 5 – 10 Minuten ausbricht und mit blubbernder Vorankündigung Heiß-Wasser-Fontänen spritzt.
 
Thingvellir, wo 930 das Alting (Parlament) zum ersten Mal tagte ist heute das Nationalheiligtum des Land liegt. Es ist Nationalpark und nebenbei kann man auch sehr schön zwischen Wasserfällen und Lavaformationen und Blick auf den Thingvellirvatn (See) dort wandern. Hier kann man genau dort wandern, wo die amerikanische und europäische Platte jährlich etwa 2cm auseinanderdriften.
 
Der Gullfoss gilt als schönster und imposantester Wasserfall Islands. Er wird gespeist von dem Gletscherfluss Hvita, der dort vom Langjökull Wassermassen mit sich führt. Bei schönem Wetter sind dort interessante Regenbogen zu beobachten. Die Schlucht ist insgesamt 2,5 km lang und 75 m tief.Dem Snaefellsjökull auf der Halbinsel Snaefellsness sagt man überirdische Kräfte nach. Von hier ließ Jules Vernes seine Reise zum Mittelpunkt der Erde starten.
 
gullfoss
Der Gullfoss hat eine unbeschreibliche Atmosphäre, hier
mit Regenbogen (c)
 
Westmänner-Inseln bestehen aus 14 Inseln, 30 Schären und 30 Felsen. Heimaey, die bekannteste Insel der Westmänner-Inseln und der gleichnamige Ort (ca. 4.000 Einwohner) ist mit dem Flugzeug oder per Fähre zu erreichen. 15% aller Fischfänge werden hier an Land gebracht und damit ist sie der  wichtigste Hafen des Landes. Heimaey zählt durch den Fischreichtum zu den reichsten Gemeinden Islands.
 
Für Ornithologen (Vogelkundler) ist die Insel ebenfalls interessant, wegen den Brutkolonien der Papageitaucher. Am ersten Wochenende im August wird hier das Nationalfest gefeiert, gesungen und getanzt. Dann kommen auch viele Festland-Isländer und Touristen mit zum feiern.  Kap Dyrhólaey: In der Nähe von Vik am südlichsten Punkt der Hauptinsel. Auch hier befinden sich einige Nistplätze von Seevögeln. Der schwarze Lavastrand gilt als einer der schönsten Strände der Welt. Skogar + Skogarfoss: Heimatmuseum mit über 6000 Ausstellungsstücken und Häusern aus verschiedenen Epochen.  
 
 skogafoss
Der Skogarfoss kann sogar von innen erwandert werden (c)
 
Der Skogafoss ist besonders interessant, weil ein Weg dem Wasserlauf führt. Man sieht ihn also aus mehreren Perspektiven. Hekla: bekanntester Vulkan der Insel. Sie ist 1491 m hoch und galt früher als das Tor zur Hölle. Sie ist mindestens 6.600 Jahre alt und Teil einer 40 Km langen Vulkanspalte. Der Vulkan besteht aus 5 verschiedenen Kratern und ist eine Mischform zwischen Schild- und Stratovulkan, wobei die Tendenz in letzter Zeit zu Letzerem geht. Die letzten Ausbrüche waren 1947, 1970, 1980/81, und 1991. Vermutlich war die Erstbesteigung 1750 von Eggert Olafsson und Bjarni Palsson. Über die Nord- oder Nordwestflanke ist die Besteigung am einfachsten.

hekla 
Hekla bricht durchschnittlich in jedem Jahrzehnt einmal aus (c)
 
Der Aufstieg fängt ab der Piste Landmannaleið westlich von Nýjahraun beim Krater Rauðaskál an und ist ca. 14 km lang. Vik i Myrdal ist der südlichste Ort Islands und hat ca. 300 Einwohner. Er ist einer der wenigen Küstenorte, die keine Hafen haben. Nach Reykjavik sind es bereits 187 km Entfernung. 
 
 strand von vik
Der Strand von Vik ist ein schwarzer Lavastrand und gilt als einer
der zehn schönsten Strände weltweit (c)
 
Der Ort ist für die Region um den Myrdalsjökull ein wichtiges Versorgungs- und Dienstleistungszentrum. Der Ort hat ein Schimmbad, eine Wollfabrik, einen Campingplatz und eine Jugendherberge. Die Niederschläge in der Region sind relativ hoch. Vik ist bekannt für seinen Schwarzen Strand, der 1991 zu einem der 10. weltweit schönsten Strände gewählt wurde. Das Meer vor dem schwarzen Lavastrand ist meist aufgewühlt und rau. Es gibt dort auch ein Denkmal für verunglückte Fischer und Seeleute. Es gibt drei Felsnadeln im Wasser, die Reynisdrangar, die heißen "Skessudrangur", "Laddrangur" und "Langhamar". Diese sollen nach der Legende versteinerte Trolle sein. 
 
Der nahe gelegene Reynisfjall ein Paradies für Vogelfreunde. Dort trifft man im Sommer auch Papageitaucher und Eissturmvögel an. Von der Klippe (120 m hoch) hat man eine schöne Aussicht ins Umland. Die Halbinsel Kap Dyrholaey ist 20 km entfernt und bietet ebenfalls eine schöne Aussicht auf die Küste.